Förderstufen

Förderstufe I – DFK

In den Diagnose- und Förderklassen (DFK) geht es darum, Kinder auf Grundlage einer umfangreichen Diagnostik zu fördern. Dies wird individuell auf die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten bezogen.

Die Grundlage der Diagnose- und Förderklassen ist der Lehrplan der ersten beiden Grundschuljahre, immer in Bezug auf den LehrplanPlus der Grundschule. Der Unterrichtsstoff der ersten beiden Jahre ist auf drei Jahre verteilt. Dabei liegt gerade im ersten Schuljahr ein großer Schwerpunkt auf basalen, grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie auf der Eingewöhnung in schulisches Lernen.

Zum Schulhalbjahr findet ein Lernentwicklungsgespräch statt und zum Schuljahresende erhalten die SchülerInnen ein Zeugnis mit der Beschreibung ihrer Kompetenzen.

Die Schulpflicht verlängert sich um ein Jahr für Kinder, die eine DFK besucht haben. Der Schulabschluss kann nach zehn Schuljahren erreicht werden kann. (BayEUG Art. 41, Abs. 2)

Förderstufe II

Die Jahrgangsstufe 3 und 4 schließen sich an den Besuch der Sonderpädagogischen Diagnose- und Förderklassen oder an die Jahrgangsstufe 2 der Regelschule an.

Der Unterricht basiert auf dem LehrplanPlus Förderschule (Förderschwerpunkt Lernen), der sich wiederum am LehrplanPlus der Grundschule orientiert.

Im Fokus des Unterrichts und der Förderung stehen die Bereiche Sprechen, Lesen, Schreiben und Rechnen. Der Englischunterricht beginnt in der der 3. Jahrgangsstufe und wird spielerisch gestaltet. Im Mittelpunkt der Förderung steht der Schüler mit seinen individuellen Fähigkeiten. Eine diagnosegeleitete Förderarbeit setzt an den jeweiligen Voraussetzungen des Einzelnen an.

In individuelle Lern- und Arbeitszeiten, werden die Schülerinnen und Schüler ihren Leistungen entsprechend gefördert. Im Mathematikunterricht werden die Schüler und Schülerinnen klassenübergreifend entsprechend ihrer Fähigkeiten in Gruppen eingeteilt und unterrichtet.

Des Weiteren stellen die Gestaltung und Erfahrung des Gemeinschaftslebens einen wichtigen Aspekt dar. Die Fähigkeit mit anderen in Partner- und Gruppenarbeit zusammenzuarbeiten wird in den beiden Jahrgangsstufen weiterentwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler schreiben individuelle Lernzielkontrollen und erhalten hierfür Verbalbeurteilungen.

Zum Schulhalbjahr findet ein Lernentwicklungsgespräch statt und zum Schuljahresende erhalten die Schüler und Schülerinnen ein Zeugnis mit der Beschreibung ihrer Kompetenzen.

Förderstufe III

Nach Abschluss der vierten Klasse wird mit den Eltern nach eingehender Beratung eine Entscheidung darüber getroffen, welcher Lernort weiterhin für ein Kind richtig ist. So kann eine Beschulung an der Regelschule in Form einer Rückführung erfolgen oder die Schullaufbahn wird an der Heide-Schule weitergeführt. Der Unterricht basiert auf dem LehrplanPlus Förderschule sowie dem Bezugslehrplan LehrplanPlus der Mittelschule.

In der Jahrgangsstufe 5/6 geht es um die Vertiefung der erworbenen Fähigkeiten in Mathematik und Deutsch sowie die Ausweitung der Allgemeinbildung. Der Mathematikunterricht findet teilweise klassenübergreifend in leistungsorientierten Gruppen statt. Hinzu kommen die neuen Fächerverbindungen GPG (Geschichte/Politik/Geografie) und NT (Natur und Technik). Auch Informatik, Ernährung und Soziales sowie Werken und Gestalten sind neue Unterrichtsfächer. Alle diese Fächer dienen der Vorbereitung auf die Oberstufe. 

Es findet regelmäßig Wochenplanunterricht statt. Dieser wird für jedes Kind individuell erstellt, abhängig von seiner Lernausgangslage und seinem Förderbedarf. Zusätzlich wird regelmäßig mit verschiedenem Sinnesmaterial gearbeitet. Lernfortschritte werden im Wochenplan dokumentiert.

Zum Schulhalbjahr findet ein Lernentwicklungsgespräch statt und zum Schuljahresende erhalten die SchülerInnen ein Zeugnis mit der Beschreibung ihrer Kompetenzen.

Förderstufe IV – SDW

Die Förderstufe IV (Oberstufe) umfasst die sogenannten Sonderpädagogischen Diagnose- und Werkstattklassen (SDW-Klassen) mit den Jahrgangsstufen 7 bis 9. Der Unterricht basiert auf dem Lehrplan Plus für Förderschulen sowie dem Bezugslehrplan Lehrplan Plus der Mittelschule.

Die SDW-Klassen dienen in besonderem Maße der Berufsvorbereitung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Faches Berufs- und Lebensorientierung (BLO). Ziel ist ein selbstständiges Arbeiten und die Ausbildung der wichtigsten Schlüsselqualifikation.

In drei Stufen (7. Klasse Vorbereitungsphase, 8. Klasse Orientierungsphase und 9. Klasse Individualisierungsphase) erfolgt das Kennenlernen und Erproben ausgewählter Berufsfelder, um am Ende eine umfassend abgesicherte Berufswahlentscheidung treffen zu können. In allen drei Phasen der beruflichen Orientierung steht den Schülerinnen und Schülern die Berufsberatung der Arbeitsagentur Schweinfurt unterstützend zur Seite. In Einzelfällen steht im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine Berufseinstiegsbegleitung zur Verfügung.

Zum Schulhalbjahr findet ein Lernentwicklungsgespräch statt und zum Schuljahresende erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis mit der Beschreibung ihrer Kompetenzen. Ab der achten Jahrgangsstufe erfolgt auf Antrag der Erziehungsberechtigten auch eine Leistungsbeurteilung anhand von Ziffernoten.

Am Ende der Schullaufbahn erhalten die Schülerinnen und Schüler ein beschreibendes Abschlusszeugnis und zusätzlich – je nach individueller Entscheidung – ein Prüfungszeugnis für den erfolgreichen Abschluss im Bildungsgang Lernen oder den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule nach Abschlussprüfung.

Siehe auch: Informationen zu den Abschlüssen am Förderzentrum Lernen

 

 

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